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 Das Palettenregal  

 

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1. Funktionsweise & Aufbau

Vom Aufbau her ist das Palettenregal dem Fachbodenregal ähnlich, es hat jedoch keine Regalböden sondern Auflageträger, so genannte Traversen, auf die die Flach-Paletten bzw. Gitterboxen abgesetzt werden (siehe Grafiken 1 - 3).

Da die gelagerten Güter von der Einlagerung bis zur Auslagerung nicht bewegt werden, liegt hier eine statische Lagerung vor.

 


Grafik 1:  Palettenregal (Längstraversenregal)
(Status: Veröffentlichungserlaubnis angefragt)
Quelle: www.all-regal.de

2. Bauformen

Man unterscheidet zwei Bauformen: Je nach dem, ob nur eine oder mehrere Lagereinheiten nebeneinander gelagert werden, spricht man vom Quertraversenregal (= Einplatzlagerung, d. h. nur eine Lagereinheit pro Fach; s. Grafik 2) oder Längstraversenregal (= Mehrplatzlagerung, d. h. mehrere Lagereinheiten lagern nebeneinander; s. Grafik 3).

Das Quertraversenregal (Einplatzlagerung)
Grafik 2:  Bauteile des Quertraversenregales (Einplatzlagerung)

Quelle: www.ssi-schaefer.de


Das Längstraversenregal (Mehrplatzlagerung)
Grafik 3:  Bauteile des Längstraversenregales (Mehrplatzlagerung)
Quelle: www.ssi-schaefer.de

Beim Längstraversenregal befinden sich in der Regel drei Ladeeinheiten nebeneinander (s. Grafik 3 + 4).


Einlagerungsmöglichkeiten der Ladeeinheiten

Für beide Bauformen des Palettenregales gilt: Die Paletten bzw. Gitterboxen können quer oder längs eingelagert werden (s. Grafik 4).


Grafik 4: Einlagerungsmöglichkeiten der Ladeeinheiten
(Status: Veröffentlichungserlaubnis angefragt)
Quelle: www.aczent-lagertechnik.de

Je nach Lagerhöhe unterscheidet man:

Bauhöhe

Bezeichnung

bis ca. 7 m

Paletten-Flachregallager

bis ca. 15 m

mittelhohe Paletten-Regallager

bis ca. 45 m

Paletten-Hochregallager

 

Hinweis:

Die Namensbezeichnung Quer- oder Längstraversenregal orientiert sich an der Regallänge, d. h. wenn man an dem Regal entlang in den Regalgang schaut. Zum besseren Behalten kann man sich auch merken:

Quertraversenregal = Einplatzlagerung 

  Längstraversenregal = Mehrplatzlagerung

(s. Grafik 2)

(s. Grafik 3)

3. Bedienung

Die Ein- und Auslagerung erfolgt am häufigsten mit Gabelstaplern, in Abhängigkeit von der Höhe aber auch mit Hochregalstaplern, Stapelkränen oder Regalförderzeugen. Der Einsatz von automatischen Regalförderzeugen ist jedoch besonders bei Längstraversenregalen nicht unproblematisch, da es, besonders bei der Mehrplatzlagerung zu Störungen kommen kann.

Erfolgt die Entnahme bzw. Kommissionierung manuell, d. h. der Kommissionierer fährt zum Lagerplatz und entnimmt die Ware, dann handelt es sich um die statische Bereitstellung („Mensch zur Ware“). Wird die Ware hingegen automatisch vom Regalförderzeug zum Kommissionierplatz gebracht, dann liegt die dynamische Bereitstellung („Ware zum Mensch“) vor.

 

4. Einsatzbereiche

Das Palettenregal wird aufgrund seiner Vorteile und der Vielseitigkeit in allen Industrie- und Logistikbereichen wie Lebensmittel-, Automobil- und Pharmaindustrie, Chemieprodukte usw. eingesetzt.

 

5. Einzulagernde Güter: allgemeine Umschreibung & konkrete Beispiele

Aufgrund der einfachen aber stabilen Konstruktion eignen sich Palettenregale für hohe Gewichte und große Mengen je Artikel bei einem großen Sortiment. Besonders das Quertraversenregal, bei dem nur eine Ladeeinheit zwischen zwei Stützen gelagert wird, kann sehr hohe Lasten aufnehmen. Die Größe bzw. das Volumen der Güter orientiert sich dabei an den Maßen der Ladeeinheiten.

Beispiele für konkrete Waren: Waschmittel, Kataloge, Toilettenpapier, Konserven usw.

                            6. Vorteile                     &

Nachteile

·  relativ gute Flächen- und Raumausnutzung

·  direkter Zugriff auf jede Ladeeinheit

·  hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Güter / Sortimente durch Höhenverstellbarkeit der Traversen

·  staudruckfreies Lagern der Güter

·  einfache Kommissionierung besonders bei Kommissionierung ganzer Ladeeinheiten

·  einfache Bestandsübersicht bei Kommissionierung ganzer Ladeeinheiten

·  Automatisierung möglich (aber sinnvoll?)

·  höhere Investitionskosten als bei Bodenlagerung (besonders wenn Automatisierung vorliegt)

·  Güterabmaße dürfen Paletten-/ Gitterboxgröße nicht überschreiten

·  Störanfälligkeit bei Automatisierung

·  behördliche Auflagen ab bestimmter Höhe (Sicherheitsmaßnahmen)

·  beschränkte Umschlagsleistung der Fördersysteme

 

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